Wir sind Mitglied im Paritätischen Lebenshilfe Weißwasser

Zielstellung

Das Eingangsverfahren hilft den Teilnehmenden, sich einen ersten Eindruck von der Werkstatt zu verschaffen. Es wird festgestellt, ob die Werkstatt für behinderte Menschen überhaupt geeignet ist, um den Betreffenden einzugliedern oder seine Leistungsfähigkeit weiter zu entwickeln. Außerdem wird geprüft, welche Bereiche der Werkstatt in Frage kommen und ob bzw. welche ergänzenden Leistungen im Einzelfall noch erforderlich sind. An Hand dieser Feststellung wird schließlich ein Eingliederungsplan, der die Fähigkeiten und Fertigkeiten des behinderten Menschen und Ziele für den anschließenden Förder- und Bildungsprozess enthält, entwickelt.

In der Regel dauert dieses Eingangsverfahren drei Monate. Finanziert wird es durch den zuständigen Rehabilitationsträger.

Im Berufsbildungsbereich werden Einzelmaßnahmen und Lehrgänge durchgeführt, um die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben zu verbessern. Ziel dieser Maßnahmen ist, dass sie spätestens nach Teilnahme an den Berufsbildungsmaßnahmen in der Lage sind, wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung zu erbringen.

Das Angebot im Berufsbildungsbereich soll ermöglichen, dass den Teilnehmern ein passendes Angebot gemacht werden kann, das

  • die Art oder Schwere ihrer Behinderung,
  • ihre Leistungsfähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten sowie
  • ihre Eignung und Neigung

berücksichtigt.

Auch die persönliche Weiterentwicklung und ganz praktische Angebote werden hier berücksichtigt. So geht es z.B. darum, das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden zu steigern und das Sozial- und Arbeitsverhalten zu fördern und grundsätzliche Verhaltens- und Umgangsformen zu entwickeln und zu stärken. Dazu gehören auch das Erlernen sozialer Normen und Werte wie:

  • Pünktlichkeit,
  • Ordnung,
  • Körperpflege,
  • Gesundheitspflege,
  • Kleidung,
  • Essen und Trinken,
  • Verkehrserziehung,
  • Umgang mit Geld

In der Regel gliedern sich die Lehrgänge in einen Grund- und Aufbaukurs und dauern jeweils 12 Monate. Nach dem Grundkurs wird ein Bericht erstellt, der die Leistungsfähigkeit bewertet und Entwicklungsmöglichkeiten darstellt. Der Bericht wird im Fachausschuss, dem Beratungsgremium von Werkstatt und Vertretern aus Arbeitsagentur und Sozialhilfeträger, besprochen. Wenn die Leistungsfähigkeit des Teilnehmers weiter gefördert werden kann, soll der zuständige Rehabilitationsträger auch den Aufbaukurs bewilligen.